Wir laden ein zu drei außergewöhnlichen Abendveranstaltungen in deutscher Laut- und Gebärdensprache, die Fragen stellen, Augen öffnen und Lesegewohnheiten verändern können.
16.05.2019

Die erste Veranstaltung:
Lyrik und Gebärdensprachpoesie kommen auf die Bühne! 
22. Juni 2019, 20 Uhr

Die erste Veranstaltung findet am 22. Juni 2019 um  20 Uhr in der Lettrétage statt, Mehringdamm 61. Die Veranstaltung wird gedolmetscht.
Es performen und lesen: Julia Hroch, Laura-Levita Valyte und Anna Hetzer.
Moderation: Tom Bresemann.

... und was ist das Besondere daran?
Gebärdensprachpoesie gibt es zwar schon lange, aber es ist etwas ganz Neues, dass sie im hörenden Literaturbetrieb sichtbar wird. Dass Taube Künstler*innen bei der Veranstaltungsreihe in einem Ort der hörenden Literaturszene auftreten, und dass sie auf Augenhöhe mit hörenden Lyriker*innen zusammenarbeiten.
Der Hintergrund dafür: Taube Künstler*innen haben insgesamt viel weniger Gelegenheiten und Infrastrukturen (Festivals, Förderungen, Workshops), um kreativ zu arbeiten. Und sie kommen selten in Berührung mit hörenden Lyriker*innen. Es gibt also wenig Austausch. Das Ziel der beiden Workshops im Frühjahr war deshalb, Raum für neue gebärdensprachliche Produktionen und den intensiven fachlichen Austausch zwischen hörenden und Tauben Künstler*innen zu schaffen. Und vor allem: das gegenseitige Übersetzen von Poesie in beiden Sprachen in die jeweils andere - und die wird bei den Veranstaltungen präsentiert und für ein gemischtes Publikum zugänglich gemacht.

PfeilL Zurück zum Magazin